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Blogger

Bloggeralltag und womit wir unser Geld verdienen

Blogger sind schon seltsame Menschen. Sie bezeichnen das Surfen im Internet als Arbeit, sie haben immer so viel zu tun. Aber wir sehen, wie sie auf coolen Events sind, verreisen und sich mit anderen zum Brunchen verabreden. So anstrengend kann der Job doch gar nicht sein. Ich bin seit 2011 Bloggerin und kenne alle Vorurteile. Doch hast du dich mal gefragt, wie ein Bloggeralltag aussieht?

Ich bin nach der Arbeit auch auf Social Media, das ist noch lange keine Arbeit!

Wir schreiben das Jahr 2020 und dennoch werden Onlineberufe verhöhnt. Das ist doch nicht arbeiten, was diese Blogger oder Influencer da den ganzen Tag machen. Schließlich melden wir uns alle bei Instagram oder Facebook an, laden Bilder oder Videos hoch. Es ist ein bloßer Zeitvertreib und kein Business. 

Doch es gibt einen enormen Unterschied, ob du deine Kanäle einfach aus Spaß bespielst oder ob du damit dein Geld verdienst. Wenn du deine Rechnungen als Blogger bezahlen möchtest, musst du immer aktiv sein, dich mit anderen vernetzen und immer den besten Content liefern. Auch wenn es nicht so aussieht, so ist das Bloggen doch ein Knochenjob. Wer nebenberuflich als Blogger arbeitet, der hat vielleicht weniger Druck, als jemand, der hauptberuflich sein Geld damit verdient. Schließlich kommen täglich neue Blogger hinzu. Es haben sich Managements gebildet, dich Blogger unter Vertrag nehmen und ihnen bei den Kooperationen zur Seite stehen. Die Konkurrenz wächst und die Leser sowie die Kunden erwarten immer mehr ausgefallene Ideen. 

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Wie sieht der Bloggeralltag aus? 

Berichte dazu gibt es viele und natürlich gestaltet jeder seinen Job anders. Ich persönlich lese unheimlich gerne die Beiträge der Kollegen, manchmal bieten sie einen ganz anderen Einblick oder auch Inspiration für die eigene Tagesplanung.

Josie Loves – Mein Alltag als Vollzeitblogger

Sven Lennartz hat hier einen ganz tollen Beitrag verfasst. Der Bloggeralltag unterschiedlicher Blogger. 

Masha – Mein Alltag 

Hier möchte ich dir nun Einblick in meinen Bloggeralltag gewähren. Vorab muss ich erläutern, dass es keinen genauen Alltagsablauf gibt. Oft stehen unterschiedliche Dinge an. Ich habe Tage, an denen ich überwiegend am Schreibtisch sitze und Texte verfasse, dann folgen Tage mit Terminen, Telefonaten, Events oder Shootings. 

Ich habe meinen Blog nebenberuflich gestartet. Somit war ich wie jeder andere „normale“ Arbeitnehmer von 08:00 Uhr bis 18:00 Uhr im Büro. Gebloggt wurde dann nach Feierabend, meistens bis in die frühen Morgenstunden sowie am Wochenende. Irgendwann habe ich damit angefangen, meine Arbeitszeiten im Hauptjob zu kürzen. Teilweise hatte ich mal einen ganzen Tag in der Woche frei, den ich zum Bloggen genutzt habe oder ich war nur halbtags bei meinem Arbeitgeber beschäftigt und konnte den Rest des Tages für den Blog nutzen. 

Während andere Feierabend machen, sitze ich noch am Schreibtisch

Ich bin auch eine Zeitlang um 05:00 Uhr aufgestanden, habe dann einen Beitrag geschrieben und bin um 08:00 Uhr beim Hauptjob gewesen. In den Pausen wurden selbstverständlich die Mails gecheckt und beantwortet. 

Während andere also nach der Arbeit Serien schauen, Ausgehen oder Sport machen, war ich am Schreibtisch und habe gearbeitet. 

Nun kann ich in Vollzeit meiner Tätigkeit als Blogger nachgehen und für dich habe ich meinen Bloggeralltag, bei einem Schreibtischjob, zusammengetragen. 

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Ein Tag im Leben eines Bloggers

06:00 Uhr Mein Wecker klingelt und eigentlich sollte ich aufstehen, was sich aber meistens als sehr schwierig gestaltet. So gegen 06:30 Uhr werde ich dann richtig wach, greife zum Smartphone und checke meine Kanäle. Es werden Kommentare beantwortet, Mails geprüft und nachgesehen, was über Nacht geschehen ist. Gibt es ein besonderes Thema, über das die Social Media Kanäle berichten? Schließlich muss ich in meinem Job immer auf dem Laufenden sein. 

07:00 Uhr Ich gehe ins Badezimmer, ziehe mich an, mache meine Morgenroutine und hole mir einen Kaffee. 

08:00 Uhr Nun schalte ich den Laptop an beantworte gegebenenfalls ein paar Nachrichten, wenn sie etwas länger sind und die Beantwortung mit dem Smartphone zu umständlich war. Dann sehe ich mir meinen Kalender an. Welche Aufgaben habe ich mir für heute notiert, stehen Termine an? Und im nächsten Schritt geht es an meine Hauptaufgabe im Bloggeralltag: Das Schreiben von neuen Blogbeiträgen. 

Wenn es gut läuft und ich organisiert bin – was mir nicht immer gelingt -, dann schreibe ich Beiträge vor. Also den Artikel, den du jetzt gerade liest, habe ich idealerweise bereits Tage oder Wochen vorher geschrieben. Manchmal läuft es nicht so gut, dann schreibe ich den Artikel erst kurz vor der Veröffentlichung.

Schreiben vom Beiträgen beansprucht viel Zeit

Einen Beitrag schreiben, beansprucht viel Zeit. In meinem Redaktionsplan habe ich das Thema bereits verfasst. Nun folgt die Recherche für den Inhalt, die Keywordrecherche, das Schreiben selbst, das Korrekturlesen, Einpflegen in WordPress, das Brainstormen von Überschriften sowie Formatieren. Bilder werden gesucht, erstellt, bearbeitet. Je nach Aufwand, sitze ich einen ganzen Vormittag am Schreiben eines Blogbeitrages. Es gibt Blogger, die selber kaum noch Artikel schreiben oder die Artikelplätze verkaufen. Einige schließen auch den Blog und versuchen nur mit Werbung Einkommen zu generieren. 

Mir ist wichtig, dass mein Blog lesenswert ist
und einen Mehrwert bietet. 

13:00 Uhr Jetzt versuche ich eine Mittagspause einzulegen. Ich gehe weg vom Schreibtisch, aber nicht komplett weg von Social Media. Im Gegenteil, mein Smartphone ist immer bei mir. Ich checke meine Mails, mache ein paar Stories und kommentiere auch bei Kollegen. 

14:00 Uhr Es ist Zeit für Community Management! Unter meinen veröffentlichten Artikeln erscheinen Kommentare, Fragen, Anregungen oder auch Korrekturen. Ich beantworte die Kommentare und unterhalte mich mit den Lesern. Community Management nimmt neben dem Schreiben viel Zeit in Anspruch.

15:00 Uhr Es ist auch Zeit wieder die Mails zu checken, zu beantworten oder gegebenenfalls Telefonate zu führen. Hierbei handelt es sich um Mails von Unternehmen. Sei es für Kooperationen oder das Erstellen von Texten oder SEO-Optimierung der eigenen Website. 

16:00 Uhr Wenn es gut läuft, dann schreibe ich einen weiteren Artikel. Entweder für den eigenen Blog oder für Kunden. An anderen Tage nutze ich die Zeit nach dem Mittagessen auch für das Shooten von neuen Bildern.

18:00 Uhr Feierabend? Kannst du knicken! Entweder schreibe ich immer noch an dem Artikel oder ich prüfe wieder die Kommentare auf Social Media. Irgendwas steht immer an und wenn der Text geschafft ist, dann verlasse ich auch mal den Schreibtisch, aber dennoch bin ich noch aktiv auf Social Media.

Social Media ist sehr wichtig 

Das aktive Nutzen von Social Media ist wirklich sehr wichtig als Blogger. Du musst gesehen werden. Deine Arbeit ist nicht damit getan, ein Bild hochzuladen, sondern eigentlich beginnt die Arbeit damit erst richtig. Du musst deine Kommentare verwalten, beantworten und auch bei anderen kommentieren. Nicht nur auf einer Plattform, sondern auf allen, wo deine Leser herkommen. Ich arbeite auch jeden Tag, bei mir gibt es selten einen Tag frei und wenn ich im Urlaub bin, dann habe ich Wochen vorher Tag und Nacht gearbeitet, um die Beiträge vorzuproduzieren. Selbst im Urlaub wird geprüft, ob die Artikel gut veröffentlicht wurden, welche Fragen aufgetreten sind und Mails gecheckt. 

Einen Bloggeralltag gibt es nicht

Wie schon gesagt, kann ein Tag als Blogger immer anders aussehen. Wenn du in den Stories siehst, dass der Blogger mal wieder zum Brunchen gegangen ist, dann glaube mir, auch das ist arbeit. Es gibt Cafés, welche gerne Blogger einladen, die dann dort frühstücken und natürlich auch fleißig Content produzieren. Oder wenn ich mit Kollegen ausgehe, dann reden wir auch nur über das Geschäft. Man muss sich ständig weiterentwickeln und mit gleichgesinnten vernetzen. 

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Techniken, mit denen
Blogger Geld verdienen

Jetzt interessiert dich natürlich, wie du als Blogger dein Geld verdienst und ich möchte dich nicht weiter auf die Folter spannen: 

Sponsored Post/Werbende Beiträge
Ganz klassisch schreibst du einen Beitrag, der mit Werbung gekennzeichnet ist. Für diesen Artikel hast du natürlich vom Unternehmen einen Beitrag erhalten. Damit ist aber nicht deine Meinung gekauft. Die Einzelheiten besprichst du im Vorfeld mit dem Unternehmen. 

Nutzungsrechte verkaufen
Du kannst Kunden die Rechte an deinen Bildern oder Texten verkaufen. Manche Kunden haben eine Idee für Bilder und selber nicht die Möglichkeit diese Ideen umzusetzen, also bitten sie dich darum. Solche Aufträge geschehen ohne Bezug zum Blog. Du siehst diese Bilder oder Texte nicht bei mir und ich darf dir nicht sagen, für wen ich was gemacht habe. 

Affiliate Programme
Der Markt hat so viele Plattformen für Affiliate-Marketing. Damit setze ich einen Link auf meiner Seite und wenn du über den Link etwas kaufst, erhalte ich eine kleine Provision. Damit sich hier die Einnahmen lohnen, müssen schon sehr viele Besucher auf dem Blog eintrudeln. Viele Programme habe auch einen Mindestbetrag der ausgezahlt wird, was beduetet, dass du oft Monate warten musst, bis dieser Betrag auf dein Konto überwiesen wird. 

Digitale Produkte
Wenn du dich gut mit Technik auskennst, kannst du eigene digitale Produkte entwickeln und sie verkaufen. Damit generierst du dir ein wunderbares passives Einkommen mit einmaligen Zeit- und Arbeitsaufwand. Als Beispiel kennst du die Story-Sticker für Instagram oder die angebotenen Presets für die Bilder. 

Expertenwissen teilen
Wenn du viele Jahre bloggst, dann hast du dir viele Jahre Wissen angeeignet, welches du super anbieten kannst. Firmen oder Unternehmer sprechen dich an und bitten dich um Hilfe. Zum Beispiel für ein eigenes Blogprojekt. Du kannst diese unterstützen und eine Rechnung ausstellen. Natürlich sollte dies vorher ausdrücklich kommuniziert werden. Dein Expertenwissen online, kannst du auch offline anbieten. Gestalte eigene Workshops oder biete dich als Speaker bei anderen Workshops an. 

Wie du siehst, sind die Möglichkeiten mit deinem Blog Geld zu verdienen groß und ich vertraue darauf, dass dieses Berufsfeld noch lange nicht am Ende angekommen ist. Es wird noch Möglichkeiten geben,  mit denen du dich finanziell gut aufstellen kannst. 

 

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