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Blogstart

Bloggen auf dem eigenen Server

Du startest dein neues Blogprojekt, doch du bist dir nicht sicher, ob du den Blog auf einem eigenen Server hochladen oder dir einen externen Serverplatz mieten sollst. Du willst unabhängig sein und selber die Bedingungen für deinen Blog schaffen, hast aber kaum technische Erfahrungen? Die Vor- und Nachteile über den Serverplatz und welche Serverarten es gibt, stelle ich dir in diesem Artikel zusammenfassend dar.
 
Wie so oft ist wichtig zu klären, was du mit deinem Blog machen möchtest. Soll es ein Hobbyblog oder doch professioneller Natur sein. Wie viel Speicherplatz wirst du benötigen und wie viel Kontrolle über deine Daten willst du haben?
 
Wenn der Blog auf einem eigenen Server gehostet werden soll, kommen Kosten auf dich zu. Dazu benötigst du mehr Technikerfahrung, als beim Blogstart mit einem externen Server. Wenn du Freunde oder Bekannte hast, die dieses Wissen haben, kannst du natürlich auf die Hilfe dieser Personen zurückgreifen. In der Übersicht die Vor- und Nachteile eines eigenen Servers: 
 
 Vorteile   Nachteile 
 freie Entscheidung über deinen Domainname  mehr Aufwand von Installation über das Beheben von Fehlern bis hin zur Erstellung von Backups und Updates
 Blog kann stärker individualisiert werden  Technikverständnis notwendig
 unbeschränkter Einbau von Werbung  rund um die Uhr erreichbar sein, wenn der Server Probleme macht
 Eigenkontrolle  
 
Bedingung, für das Bloggen auf einem eigenen Server ist, dass du einen eigenen Provider hast, bei dem du hosten kannst. Da erwirbst du ein eigenes Paket zu einer monatlichen Gebühr. Die meisten Provider haben folgende Elemente eingebunden:
  • Speicherplatz auf einem Server, auf den via Internet zugegriffen werden kann
  • Domain
  • Unterstützung des gewählten Blogsystems
  • Datenbank
  • ggfs. Serviceangebote zum Einspielen von Updates
Je mehr Webspace (Speicherplatz auf dem Server) oder je mehr Elemente das Paket beinhaltet, desto höher sind die Gebühren für die Nutzung. Im Internet gibt es sehr viele Anbieter für Webspace, die Preise sind selten sehr hoch. Sie liegen eher im zweistelligen oder auch einstelligen Bereich. Für welchen du dich letztendlich entscheidest, liegt ganz bei dem, was du für deinen Blog benötigst. 

Serverarten

Da es unterschiedliche Server gibt, möchte ich dir in einer kurzen Übersicht die gängigen Arten und deren Unterschiede vorstellen. 
 

Shared Server

Bedeutet, dass du mit vielen anderen Blogs und Websites einen Server teilst. Meistens wird eine maximale Anzahl festgelegt, aber dennoch können Probleme auftauchen, wenn Blogs mit sehr viel Traffic den selben Server nutzen. Dies könnte zu Ausfällen führen, aber Shared Server sind ein guter und kostengünstiger Einstig in das Selbsthosting.
 

Root Server

Eigene Kenntnisse in der Serververwaltung sind notwendig, denn im Gegensatz zum Shared Server nutzt du hier den Server allein. Dabei liegt die gesamte Verantwortung auch in deinem Bereich. Von der Installation bis zum Update, werden alle Tätigkeit von dir ausgeübt. 
 

Managed Server

Wie der Name schon vermuten lässt, musst du dieses Mal nicht alles selbst verwalten. Der Provider bietet dir einen Server an und regelt die technischen Dinge für dich. Selbstverständlich ist diese Alternative auch etwas teurer. 
 

V-Server

Im Grunde bietet der V-Server die selben Voraussetzungen wie der Shared Server, sprich, du teilst diesen mit anderen Websites und Blogs, aber du hast ein paar mehr Einstellungsmöglichkeiten. 
 
Wenn du deinen Traffic und die Entwicklung des Blogs nicht richtig einschätzen kannst, empfehle ich dir günstigere Tarife zu wählen. Wähle dabei einen Anbieter, der dir erlaubt zu einem späteren Zeitpunkt deinen Tarif aufzustocken. 
 

Diese Voraussetzungen muss dein Server erfüllen:

Wichtige Voraussetzungen, die ein Server mitbringen muss sind eine schnelle Lade- und Reaktionszeit. Wenn dein Blog mehr als zehn Sekunden zum Laden benötigt, kannst du damit Leser verlieren. Manchmal liegt die lange Reaktionszeit eines Blogs aber auch an einem Plugin oder an Dateien, die du hochgeladen hast. Achte immer darauf, wenn du etwas neues installierst oder hochlädst, ob sich an der Ladezeit etwas verändert. 
 
Dein Server sollte dir auf jeden Fall ausreichend Arbeitsspeicher (PHP-Memory-Limit) bieten. Auch hier können Plugins viel Arbeitsspeicher verwenden. Du kannst mit Hilfe des Plugins WP Memory Usage feststellen, wie hoch die Auslastungen deiner Anwendungen sind.
 
Prüfe vor Abschluss deines Providervertrages, wie hoch die Ausfälle des Anbieters sind. Sie können nämlich jederzeit vorkommen und manchmal beeinflussen sie deinen Blog sehr. Recherchiere nach Erfahrungsberichten oder erkundige dich im Forum, was andere Kunden über den Anbieter sagen. 
 

Wie beim Mietvertrag über eine Wohnung solltest du auch deine Nachbarn beim Server vorher unter die Lupe nehmen.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist der Standort eines Servers. Wenn dein Server in einem anderen Land steht, kann auch dies zu langen Ladezeiten führen. Besser ist es, wenn dein Server dort steht, wo die meisten Leute auf deinen Blog zugreifen. Außerdem solltest du prüfen, mit wem du deinen Server teilst. Wenn deine Nachbarn illegalen Aktivitäten nachgehen, werden Suchmaschine diese bestrafen, was sich auch auf dich auswirken kann. Mit dem Tool Reverse IP Lookup kannst du dies prüfen, wer deine Nachbarn sind. 
 
Wie viel Webspace bietet dein Provider? Bei der Bewertung kommt es darauf an, was du mit deinem Blog vorhast. Wenn du nur Texte veröffentlichen willst, brauchst du nicht so viel Speicherplatz, wie wenn du hochwertige Bilder, Videos oder andere Dateien hochlädst. Als Faustregel kann gesagt werden, dass bei kleineren bis mittleren Blogs eine Größe von 3 bis 5 GB ausreichend sind. Videos können ausgelagert und Bilder verkleinert werden. Im Detail solltest du mit deinem Provider sprechen und Angebote vergleichen. 
 
 

Vergiss nicht das Kleingedruckte zu lesen. 

Was viele Blogger nicht beachten, dass im Kleingedruckten eines Providers die Traffic limitiert wird. Was heißt, dass ab einer bestimmten Besucherzahl deine Geschwindigkeit gedrosselt und dadurch deine Ladezeit verlängert wird. Achte daher auf entsprechende Abschnitte im Vertrag. 
 
Je nach Tarif besteht die Möglichkeit mehrere Domains zu registrieren. Dies kann sinnvoll sein, wenn du unterschiedliche Endungen für dich einbinden möchtest oder dein Blogname unterschiedliche Schreibweisen haben kann. Ganz wichtige Punkte sind die Backups. Prüfe daher, ob dein Hoster austomatisch Backups der Datenbank und Blogdateien durchführt. Falls dies in deinem Tarif nicht vorhanden ist, gibt es noch die Möglichkeit, dass du ein Plugin einbaust, welches deine Daten sichert. Speichere deine Daten regelmäßig auf einer externen Festplatte oder in einer Cloud. Htacces-Dateien bieten die Einstellungen für den Blog, wie zum Beispiel Zugriffsberechtigungen oder interne Verknüpfungen. Manche Hoster sperren den Zugang zu diesen Dateien.  Beachte dies beim Vertragsabschluss. 
 
Im Endeffekt ist bei der Auswahl deines Providers nicht nur der Preis wichtig, sondern das Gesamtpaket. Was wird dir angeboten und was brauchst du für deinen Blog. Triff keine vorschnelle Entscheidung. Lies dir Erfahrungsberichte durch oder sprich mit anderen Bloggern. Achte auch die AGBs sowie auf transparente Preisgestaltung. Erkundige dich auch, ob du jederzeit einen anderen Tarif wählen oder auch komplett zu einem anderen Anbieter wechseln kannst.   
 
All diese Fragen sind im Bezug auf deine Blogerstellung zu betrachten. Schaue deshalb auch, ob dein Blogsystem kompatibel ist mit dem Server. 
 

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