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Blogstart

Blog erstellen – WordPress vs. Blogger

Bevor ich auf die Erstellung eines Blogs eingehe, sollte dir bewusst sein, was ein Blog ist. Hast du schon genauer darüber nachgedacht und kannst das Wort mit wenigen Worten zusammenfassend erklären? 
 
Das Wort Blog kommt aus dem Englischen und wurde einst aus den Wörtern Web und Logbook gebildet, was dann zusammengefasst Weblog heißt. Der Duden hat das Wort Blog im Jahr 2006 das erste Mal aufgenommen, als sachliches Geschlecht: das Blog. Die ersten Blogger nutzen das bis heute noch unter diesem Namen bzw. mit diesem Artikel davor. Die maskuline Form der Blog ist laut Duden aber auch erlaubt. Dann haben wir den Namen und die Artikel geklärt, aber die Frage ich noch nicht beantwortet worden, was ist nun ein Blog? 
 
Kurz: Ein Blog ist ein Journal oder Tagebuch im Internet. Es ist öffentlich zugänglich und wird regelmäßig mit neuen Blogbeiträgen gefüllt. 
 

Geschichtlicher Hintergrund des Bloggens

 
Der Ursprung des Bloggens stammt aus den USA. Im Jahr 1994 startete der 19 Jährige Justin Hall eine Webseite, auf der er seine privaten Gedanken und interessanten Links veröffentlichte. Nach ihm folgten weitere Blogger in den USA. Einiger dieser Blogs werden bis heute geführt, andere sind bereits aus dem Netz verschwunden oder werden nicht mehr aktualisiert. Im Jahr 1999 gibt es durch Peter Merholz, ein Web-Designer, die erste Definition eines Blogs. Er fasst das Wort „Blog“ als Lautmalerei und Erbrechen auf, da die Veröffentlichung auf Blogs ihn an das Erbrechen bzw. Wiederkäuen von Informationen erinnert. 
 

Deutsche Blogging-Szene

 
Die erste deutsche Bloggerin ist Carola Heine. Ihr Blog ist sei 1996 online und wird bis heute noch gepflegt. Ihr Blog wird weiterhin so genutzt, wie einst gedacht. Als Tagebuch, kurze Zusammenfassungen ihrer Gedanken oder ihres Tages. Sie hat mit den heutigen Blogs, die überwiegend im Internet wachsen wie kleine Pilze, nichts zu tun. Zeitgleich oder auch später folgten weitere Blogger, überwiegend waren die ersten Blogger Schriftsteller oder Journalisten, die ihre Notizen oder Tagebücher veröffentlichten. Zu diesem Zeitpunkt war die Errichtung des Blogs längst nicht so einfach wie jetzt. Früher musstet du sagenhafte Kenntnisse im Codieren aufweisen, heute musst du nur noch schreiben und lesen können. 
 
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Wie erstelle ich einen Blog?

 
Es gibt unheimlich viele Anwendungen im Internet, mit denen du einen Blog in nur wenigen Minuten erstellen kannst. Wie schon bereits gesagt, viele technische Voraussetzungen bzw. Kenntnisse sind nicht mehr notwendigen. Alle Blog-Systeme verfügen über die sogenannte WYSIWYG-Funktion (what you see, is what you get). Per Klick können Artikel, Podcast, Videos oder Bilder veröffentlicht werden. Texte können schnell und einfach formatiert und Links eingebunden werden. Basiskenntnisse im Bereich von HTML machen das Arbeiten hin und wieder wesentlich leichter, Grundkenntnisse sind aber auch in wenigen Tagen im Selbststudium erlernbar, Anleitungen im Netz sind schnell gefunden. Ich stelle dir die zwei gängigsten Blogsysteme und ihre Vorteile kurz vor, dabei ist zu sagen, dass sämtliche Systeme auch kostenlos genutzt werden können.
 

WordPress

 
Sicherlich hast du im Zusammenhang mit einem Blog von WordPress gehört. WordPress ist Marktführer bei den Blogsystemen und hat zwei Varianten:
 
WordPress.com bietet neben der kostenlosen Nutzung des Blogsystems auch kostenfreies Hosting bis zu 3 GB Speicherplatz. Webhosting bedeutet, dass du einen Platz auf einem Webserver hast. Dort wird dein Blog mit seinen gesamten Inhalten gespeichert. 
 
WordPress.org ist eine lizenzfreie Software und wird zur Selbstinstallation angeboten. WordPress.org wird verwendet, wenn du einen Hoster mietest und dort das WordPress-System zur Nutzung installieren möchtest. Ich werde darauf in einem anderen Artikel genauer eingehen, denn für den Anfang, sozusagen zum Ausprobieren, empfehle ich die kostenlose Version WordPress.com.
 
WordPress.com stellt für dich die grundlegenden Funktionen zum Erstellen und Pflegen eines Blogs kostenlos zur Verfügung. Du kannst also unterschiedliche Designs auswählen, per Klick installieren und fertig ist dein Blog. Kosten entstehen erst, wenn du eine eigene Domain haben möchtest oder spezielle Designs benutzen willst. Deine eigene Domain ist also die Seite, unter der dein Blog aufgerufen werden soll. Sie dir Blogger bloggt an. Hier ist das Ende des Links .de, ich habe damit eine eigene Domain und bezahle diese auch. Kostenfrei erhält dein Bloglink den Zusatz .wordpress.com. 
 
 Vorteile   Nachteile
 Start in wenigen Minuten  eingeschränkte Einbindung von Werbung
kostenfreie Nutzung der Basisversion  teilweise Werbung durch WordPress selber
 Technikkenntnisse nicht erforderlich Zusätzliche Funktionen gegen Aufpreis einzurichten
 Updates werden automatisch eingespielt  keine Kontrolle über Software und Datenbank
Sicherung der Inhalte Abhängigkeit von den Entscheidung des Anbieters
ideal für den Blogstart zum experimentieren, eingeschränkte Zugriffsrechte Vertragspartner hat seinen Sitz in den USA
(gesetzliche Regelungen unterscheiden sich)
ausreichende Speicherkapazität für Bilder, Videos oder Podcasts  
hohe Besucherzahlen ohne Systemausfall  
mehrsprachige Administration  
große Gemeinschaft im Netz zum Austauschen  

Blogger

 
Eine weitere verbreitete Plattform um einen kostenlosen Blog anzulegen. Auch ich hatte meinen ersten Blog auf Blogger gestartet, bis ich irgendwann zu WordPress gewechselt bin. Die Vor- und Nachteile von Blogger unterscheiden sich nicht viel von den oben genannten bei WordPress. Blogger bietet jedoch eine kleinere Auswahl an kostenfreien Designs. Wenn du schon Erfahrungen mit HTML und CSS hast, kannst du deine Designvorlage selbst verändern und den Blog damit individuell gestalten. Blogger gehört zu Google, damit kannst du auch Werbung über Google AdSense schalten und ein Google-Konto ist für die Anmeldung bei Blogger notwendig. In der kostenfreien Version trägt dein Blogname den Zusatz .blogspot.com. 
 
In den vergangenen Monaten haben sich weitere Möglichkeiten zum Bloggen entwickelt. Dabei handelt es sich nicht um klassische Blogs, sondern um sogenannte Mini-Blogs. Dazu gehören Twitter, Facebook und Instagram. Diese Plattformen zählen im Grunde eher zu Social Media, werden aber von dem einen oder anderen genutzt, um ausführlicher über bestimmte Dinge zu schreiben. 
 
Auch Youtube und Vimeo sind Plattformen um einen Blog zu erstellen. Die Beiträge werden aber in Form von Videos erstellt und veröffentlicht. 
 
Wenn du einen Blog starten möchtest, solltest du dir ganz genau überlegen, in welche Richtung du gehen möchtest, wie viel Zeit du zur Verfügung hast und was genau du machen möchtest. Der Blogger für den ich schreibe ist einer, der sich zwischen Blogger und WordPress entscheidet und dann einen Textblog hat. Selbstverständlich können auch in einem solchen Blog Videos oder Podcasts eingebaut werden.  
 
 

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